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BVB erwirkt Stadionverbote gegen Hertha-Fans

Im Oktober 2018 kommt es beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC zu Auseinandersetzungen zwischen Gästefans, der Polizei und dem Ordnungsdienst. 37 Beteiligte werden nun mindestens ein Jahr lang kein Bundesligastadion mehr von innen sehen.

Pyrotechnik im Gästeblock, schwere Auseinandersetzungen mit der Polizei und dem Ordnungsdienst im Rahmen des Spiels der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC: Ihre Beteiligung an den Vorfällen aus dem Oktober 2018 hat für zahlreiche Gästefans nun eine unschöne Konsequenz: Borussia Dortmund hat nach den Ausschreitungen insgesamt 46 Stadionverbote gegen Berliner Anhänger ausgesprochen. Neun Stadionverbote wurden zur Bewährung ausgesetzt, teilte der Fußball-Bundesligist am Montag mit. Die 37 bundesweit wirksamen Stadionverbote gelten für eine Dauer zwischen zwölf und 36 Monaten.

Schon vor Spielbeginn kam es damals zu massivem Einsatz von Pyrotechnik, die in deutschen Stadien verboten ist. Als die Gästefans dann ein mehrere Meter breites Banner entrollten, postierte sich eine Hundertschaft der Polizei vor dem Block. Anschließend nahmen die Polizisten das Banner ab, das Fans genutzt haben sollen, um sich dahinter zu verstecken. Das soll der Auslöser dafür gewesen sein, dass einige Hertha-Fans auf die Beamten losgegangen sind. Die Beamten antworteten mit Schlagstöcken und dem Einsatz von Tränengas, mehrere Personen wurden verletzt – vor allem durch Tränengas. In der zweiten Halbzeit sollen die Auseinandersetzungen nach Angaben der Polizei dann unter der Tribüne weiter gegangen sein – mit “zerstörter Sanitärkeramik, abgetretenen Toilettentüren und abgebrochenen Fahnenstangen”.

51 Täter, 46 Stadionverbote

Die Behörden hatten nach dem Spiel 51 Täter namentlich ermitteln und diese Daten dem Revierverein zur Verfügung gestellt. In fünf Fällen wurde von einem Stadionverbot abgesehen. “Gemeinsam mit den ermittelnden Behörden sowie mit Hertha BSC wurden in einem transparenten Verfahren auf Basis der DFB-Richtlinien die Untersuchungen, die Bewertung der Fälle im Einzelnen und das Verhängen der Sanktionen durchgeführt”, erklärte Borussias Direktor für Organisation, Dr. Christian Hockenjos.

Der Stadionverbotsbeauftragte des BVB sowie ein Vertreter der Fanbetreuung waren im Zuge des Verfahrens eigens nach Berlin gereist, um an den angebotenen Anhörungsverfahren teilzunehmen.

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