Business

Brandanschlag auf Anime-Filmstudio verübt

Aus einem Filmstudio in Kyoto schlagen plötzlich Flammen, die Einsatzkräfte rechnen mit vielen Todesopfern. Offenbar setzte ein Mann das Gebäude absichtlich in Brand. Sein Motiv ist noch völlig unklar.

Bei dem Brand in einem Animationsstudio im japanischen Kyoto sind mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere Menschen wurden lokalen Medien zufolge ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr ist mit 35 Fahrzeugen im Einsatz, auch nach zwei Stunden ist der Brand jedoch noch nicht gelöscht.

Die Polizei sprach von einem Brandanschlag auf das Filmstudio, in dem Zeichentrickfilme produziert werden. Der Täter soll eine brennbare Flüssigkeit an dem Gebäude versprüht und daraufhin das Feuer gelegt haben. Dabei schrie er nach Angaben von Augenzeugen: “Sterbt!” Die Feuerwehr erklärte, Anrufer hätten eine “laute Explosion” gemeldet. Der 41-jährige mutmaßliche Brandstifter befindet sich unter den Verletzten. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Welches Motiv er hatte, ist noch unklar.

122436599.jpg

In dem Studio werden Zeichentrickserien wie “K-On!” oder “Free!” produziert.

(Foto: dpa)

Aufnahmen des dreistöckigen Firmengebäudes zeigen ein völlig ausgebranntes Haus, aus dem noch Rauchwolken aufsteigen. Lokale Medien hatten zunächst vom Fund einer Leiche berichtet. Bis Ärzte und dann auch Behörden den Tod von Unglücksopfern in Japan offiziell bestätigen, dauert es in der Regel einige Zeit.

Die 1981 gegründete Animationsproduktionsfirma ist bekannt für beliebte Fernseh-Zeichentrickserien wie “K-On!”, “Free!” und “Suzumiya Haruhi no Yuutsu”. Diese richteten sich vor allem in den 2000er-Jahren an die jüngere Generation. Viele Fans in Japan suchen noch immer Orte auf, die in den Filmen eine Rolle spielen. 

Es wäre nicht der erste Massenmord in Japan, das eigentlich den Ruf genießt, eines der sichersten Länder der Welt zu sein. Erst im Mai hatte ein Mann mit Messern auf wehrlose Schulmädchen eingestochen. Dabei tötete er ein Kind und einen Vater, bevor er sich selbst das Leben nahm. Bei dem bislang blutigsten Amoklauf in Japan seit Jahrzehnten hatte ein junger Mann vor drei Jahren in einem Behindertenheim 19 wehrlose Menschen erstochen.

Show More

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button